Drogenkonsum ist ein vor allem in Kreisen Jugendlicher und junger Erwachsener weit verbreitetes Ritual. Der Begriff „Partydrogen“ bezieht sich auf eine breite Stoffpalette, die je nach Substanz gefühls- und leistungssteigernde, wahrnehmungsverändernde sowie entspannende Wirkungen aufweist.
Zu der ersten Gruppe zählen vor allem synthetische Drogen wie MDMA (Ecstasy), Speed und Halluzinogene wie LSD.
Ecstasy führt zu subjektivem Wohlbefinden, die Kommunikations- und Kontaktbereitschaft steigt. Es fördert das Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer Menschen und wird daher auch als „Harmoniedroge“ bezeichnet. Gleichzeitig reduziert es die Wahrnehmung von Erschöpfung und Müdigkeit.
Speed ist in seiner Wirkung dem körpereigenen Adrenalin sehr ähnlich und wird als Aufputschmittel benutzt, da der Konsum zu Leistungssteigerung sowie euphorischer Wirkung führt. Dies geschieht dadurch, dass natürliche Schutzmechanismen des Körpers aufgehoben werden und dieser in Alarmbereitschaft versetzt wird. Die körpereigenen Botenstoffe werden manipuliert bzw. in den Kreislauf ausgeschüttet. Hunger, Durst, Müdigkeit und Erschöpfung werden nach dem Konsum stark vermindert.
Halluzinogene wie LSD, Pilze (z.B. Fliegenpilz, Peyote-Pilze/Meskalin) oder Thaipillen sind Drogen, die Sinnestäuschungen hervorrufen. Dazu zählen Veränderungen des Zeit-, Raum- und Körpergefühls (z.B. Gefühl, seinen Körper zu verlassen), Illusionen (Verkennungen), Halluzinationen (Wahngebilde), Beschleunigung des Gedankenablaufs, Farb- und Bildervisionen. Geräusche werden deutlicher wahrgenommen, Musik körperlich empfunden.
Eine beruhigende, entspannende Wirkung wird vor allem durch den Konsum von Cannabis angestrebt, es ist damit eine typische Chill-Out-Droge.
Der Konsum dieser Substanzen birgt jedoch eine Reihe von Risiken und Nachteilen. Problematisch wird es, wenn Partydrogen aus unbekannten, potentiell dubiosen Quellen bezogen werden. Hierbei kann man nie sicher sein, welche Stoffe im Einzelnen enthalten sind und wie die Qualität zu beurteilen ist. Generell wird die Verminderung ihrer Wirkung als unangenehm erlebt, es kann am Folgetag zum „Kater“, unter Umständen mit depressiven Verstimmungen kommen. Die Einnahme von Ecstasy und Speed, zusammen mit körperlicher Verausgabung, kann zu Überhitzung und Flüssigkeitsverlust führen. Mögliche Folgen können Herz- und Kreislaufstörungen bis hin zum Kollaps sein, im extremen Fall sogar mit tödlichem Ausgang.
Alle Substanzen beeinflussen die Wahrnehmung und vermindern häufig die Fähigkeit zu planvollem und verantwortlichem Handeln. Dadurch setzt man sich unter Umständen eher Risiken aus. Wie zum Beispiel dem Risiko von Unfällen bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder der Gefahr von Erkrankungen, die aus ungeschütztem Geschlechtsverkehr resultieren. Bei vielen Drogen kann es außerdem schnell zu einer psychischen und physischen Abhängigkeit kommen.